Projekt Minicamper

Ein neues Reisemobil für die Wanderpfötchen

So sehr ich meinen treuen Dacia Duster auch mochte, spätestens seit Joy da ist, reicht der Platz nicht mehr wirklich aus. Wenn es zum Campen ging war das Auto bis oben hin voll. Und eine zweite Person hatte nicht einmal mehr Platz.

Warum ein Minicamper?

Ich liebe Zelten, aber da doch einige Veranstaltungen wie manche Dogtrekkings oder vor allem die Rennen im Herbst/Winter stattfinden, wird´s schnell etwas frisch. Bei unserem ersten Rennen in Lauf hatte ich eine ganz gute Zwischenlösung gefunden um auf der Rücksitzbank im SUV zu schlafen, aber bequem oder vor allem flexibel ist was anderes. Also hatte ich schon seit einigen Monaten nach einer anderen Lösung gesucht. Als ich dann auf den tollen Youtube-Kanal von Rene Kreher gestoßen bin, war ich total angefixt vom Dacia Dokker. Das man so viel aus einem Hochdachkombi machen kann, war mir bis dahin noch nicht klar. Für mich bietet so ein Auto die perfekte Zwischenlösung aus  praktischem und sparsamen Alltagsauto und Camper.

Also ging es kurz vor Weihnachten zum Dacia-Händler meines Vertrauens und im Februar sollte mein Dokker dann einziehen.

Bis dahin schaute ich unzählige  Youtube-Videos und Blogbeiträge an und fand tolle Gruppen zum Thema Minicamper bei Facebook. Dabei tüftelte ich an meinem ganz persönlichen Plan zum Ausbau.

Anfang Februar war es dann endlich soweit und ich konnte meinen Dokker abholen 🙂

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Die Bodenplatte

Gleich als erstes ging es an die Bodenplatte. Hier hatte ich lange hin und her überlegt und mich letztendlich für OSB-Platten entschieden. Zwei große Platten reichten perfekt für die Grundfläche aus. Um die Platte genau anpassen zu können, habe ich erst einmal eine Schablone angefertigt. Zum Glück hatte ich im Baumarkt ganz nette Angestellte, die mir große Kartons zur Verfügung gestellt haben 🙂 So eine Schablone hat einfach den Vorteil, dass man hin und her probieren kann, solange bis alles passt. Denn rein durch Ausmessen ist es fast unmöglich die kleinen Ecken richtig anzupassen.

Danach war es eigentlich ziemlich einfach die OSB-Platten mit der Stichsäge zurecht zu schneiden. Da ich noch eine nette Hilfe zur Seite hatte, war es umso einfacher 🙂

Die meisten Gedanken musste ich mir bei der Frage machen: Wie bekomme ich eine ebene Fläche hin? Denn dort wo ursprünglich die Rücksitzbank war, gab es natürlich den Fußraum und seitlich den Einstieg. Das macht teilweise einen Unterschied von 20 cm aus.

Ich habe mich dann dafür entschieden, aus OSB kleine Platten in den Fußraum zu legen und die Höhe durch Kanthölzer auszugleichen. Alles schön verschraubt und man erhält eine wirklich stabile ebene Fläche.

Zur besseren Optik und einfacheren Pflege wird die Bodenlatte noch mit Vinyl-Bodenbelag beklebt. Das muss allerdings noch einige Tage warten, bis die Standheizung eingebaut ist.

Scheibenverdunklung

Zum Schutz vor Sonne und neugierigen Blicken (vor allem für die Hunde) wollte ich noch unbedingt die Scheiben verdunkeln. In der Dokker-Facebookgruppe bin ich dann auf den Tipp gestoßen das selber zu machen. Gesagt, getan! Da ich die Folien für um die 30 € erworben habe und die Verdunklung beim Händler mind. 350 € gekostet hätte, war es mir einen Versuch auf jeden Fall wert. Und tatsächlich, in 1-2 Stunden war alles erledigt. Derzeit warte ich noch die Trocknungszeit ab und dann kann ich das Endergebnis bewerten. Aber schon jetzt bin ich super zufrieden. Mit der 95% Tönung kann man super raussehen, aber man kann fast nicht mehr ins Auto schauen.

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Geschützt vor neugierigen Blicken und Sonne 🙂

Um unterwegs auch mal ausschlafen zu können und mich vor neugierigen Blicken zu schützen 😀 kommen natürlich auch noch Vorhänge in den Minicamper. Dafür habe ich schon einfache Vorhangstangen hinter den Sitzen und über den Fenstern angebracht. Stoff ist auch besorgt, nun steht das Nähen noch an.

Aber die Tage kommt jetzt erst einmal das Wichtigste: Die Standheizung ❤

Die Standheizung

Work in progress 🙂

Die Markise

Die Hundeboxen

Das Bett

Zubehör