Unser 1. Dogtrekking: Das Karwendel Dogtrekking 2017

Monatelang auf dieses Event gefreut und am 28. – 30. Juli 2017 war es endlich soweit: Unsere erste Teilnahme an einem Dogtrekking! Es war ein super geniales Wochenende in einer wunderschönen Gegend mir netten Leuten und tollen Hunden! Was wir an diesem Wochenende erlebt haben, könnt ihr hier nachlesen.

Was ist Dogtrekking eigentlich?

Dogtrekking bedeutet Weitwandern mit Hund. Ursprünglich entstand diese Sportart durch Schlittenhundesportler, die ihre Hunde im Sommer (wenn es zu warm fürs Training ist) sinnvoll auslasten wollten.

Die Hunde tragen dabei Geschirre (im besten Fall spezielle Zuggeschirre). Über eine Zugleine/ Jöringleine (mit Ruckdämpfer) ist der Hund mit dem Hundeführer verbunden. Dafür eignen sich sogenannte Canicross-Gürtel für den Menschen. Der Hund darf also den Menschen ziehen und somit unterstützen.

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Bei einem Dogtrekking werden meist 3 Disziplinen unterschieden:

  • Tour/ Bambini (ohne Wertung): Eine „kurze“ Einsteiger-Strecke mit unter 40 km.
  • Doghike: Eintägige Tour mit über 40 km
  • Dogtrekking: Eine Strecke von mind. 80 km, meistens über 2 Tage

Die Orientierung auf der vorgegebenen Strecke/ Trail erfolgt mithilfe einer Karte. Um im Anschluss beiweisen zu können, dass auch wirklich die geforderte Strecke zurück gelegt wurde, gilt es Checkpoints einzusammeln.

*Hier* könnt ihr bei Dogtrekking & More Sportunion mehr zum Thema lesen.

Wie kam ich zum KDT?

Schon lange hatte ich von diesen Events gehört und immer mit Begeisterung die Berichte der Teilnehmer gelesen. Da wusste ich gleich, da will ich auch einmal teilnehmen! 2016 war Mila noch zu jung für die Teilnahme und die Anmeldung für das Elbsandstein- und Zugspitz Dogtrekking 2017 hatte ich leider irgendwie verpennt…Deswegen war ich gleich Feuer und Flamme, als ich im März diesen Jahres die Maria von Mountain Dogs kennen lernte und von ihrer Idee erfuhr ein eigenes Dogtrekking auf die Beine zu stellen.

*Hier* findet ihr übrigens das tolle Video unserer gemeinsamen Tour im März zur Tegernseer Hütte 🙂

Recht schnell wurde diese Idee Wirklichkeit und sobald es möglich war, habe ich uns natürlich gleich angemeldet. Petra aus unserer Zughunde-Trainingsgruppe war auch gleich begeistert und sie lud auch noch die Vroni ein. Drei Mädels und vier Hunde, das würde ein tolles Wochenende werden! Die Vorfreude stieg 🙂

Die Anreise

Endlich war es also so weit. Donnerstag Abend noch alle sieben Sachen gepackt (wieder viel zu viel eingepackt 😀 ) und auf ging es Richtung Karwendel! Zum Glück konnten Petra und ich uns den Freitag frei halten, so ging es gleich in der Früh los um dem Reiseverkehr zum Sommerferienbeginn zu entkommen. Davor haben wir aber noch einen Zwischenstopp bei Der Hundling eingelegt. Die Hunde noch schön ausstatten, haben ja noch nicht genug 😀 Für meine beiden gab es für den Alltag das tolle 4 Season Power Geschirr und Leckerli, Power Ente und Co. für unsere Tour, damit auch ja keiner verhungert 😉 Dabei habe ich auch noch ein Rindfleischpulver für das Trinkwasser ergattert. Das hat sich am Samstag wirklich bewährt, da Mila sonst immer zu wenig trinkt… Lilly wurde auch noch ausgestattet. Es schüttete eh in Strömen, was soll man da auch Besseres machen als Shoppen für die Hunde? 😀

Irgendwann ging es dann doch noch Richtung Karwendelcamp im schönen Scharnitz. Als wir ankamen, regnete es immer noch, es war ziemlich kalt und stürmisch. Da konnte man sich noch nicht wirklich die vom Wetterbericht angekündigte Hitzewelle vorstellen.

Zum Glück haben Petra und ich die Wurfzelte von Quechua! Einmal aufgemacht und das Zelt steht. Da war ich wieder einmal sehr froh, dass meine Wahl auf das Quechua 2 Seconds XL Air gefallen ist! Noch schnell ein Vorzelt aufgestellt und schon hatten wir einen halbwegs trockenen Sitzplatz 😀 Vom Campingplatz wurde praktischerweise eine extra Wiese bereit gestellt. Super gemütlich, dass alle Teilnehmer auf einem Fleck ihren Platz finden konnten.

Am Nachmittag schnappten Petra und ich uns noch die Hunde um eine Runde zu drehen und schon mal die Gegend zu erkunden 🙂 Zwischendurch kam sogar die Sonne raus und wir hatten einen tollen Spaziergang.

Vroni und Luke waren inzwischen auch angekommen. Am Abend wurde der Platz voller und es gab netterweise von Maria und ihren Eltern eine vegane Suppe, für alle die vorbestellt hatten. Die war wirklich super lecker und alle konnten sich ein wenig aufwärmen 🙂 Am Biertisch zusammengekuschelt wurde schon über den kommenden Tag und die anstehenden Touren spekuliert. Im Anschluss gab es von Maria noch die jeweilige Streckenbesprechung. Die Karten wurden ausgeteilt und die ungefähren Startzeiten festgelegt.

Nach und nach verkrochen sich alle in ihre Betten….schließlich musste ja Kraft für den kommenden Tag getankt werden.

Die Tour/ Bambini-Strecke des KDT 2017

Um 05:45 hieß es für uns raus aus den Federn! Wir hatten uns vorgenommen um 07:00 Uhr zu starten. Bei dem tollen Ausblick fällt es auch nicht schwer früh aufzustehen 🙂Guten Morgen :)

Nach einem guten Frühstück und fertig gepackten Rucksäcken meldeten wir uns kurz nach 7 Uhr bei Maria zum Start. Und los ging unser erstes Dogtrekking, bzw. für uns eben die Tour. Die „Einsteigerstrecke“ versprach knapp 27 km und um die 1.700 hm (später sollten es aber doch ein paar Kilometer mehr werden). Für die eingefleischten Dogtrekker ein Witz 😀 , wir hatten aber (vor allem in den Bergen) noch nie so eine lange Tour unternommen. Wir sind zwar sonst auch immer den ganzen Tag in den Bergen unterwegs, aber auf die km-Zahl in Verbindung mit den Höhenmetern sind wir auf unseren Touren noch nicht gekommen. Ich war gespannt wie die Hunde sich verhalten würden und was meine eigene Kondition sagen würde.

Los geht´s!
Los geht´s!

Anfangs mussten wir uns alle erst einmal an den Umgang mit der Karte gewöhnen (wir verfluchten sie im Laufe des Tages noch so einige Male 😀 ), aber schließlich fanden wir zumindest den Anfang der Strecke und bis zum 2. Checkpoint lief auch alles reibungslos. Meine lange Hose hatte ich ungefähr genau 5 Minuten an, dann wurde es definitiv zu warm. Es sollte wohl wirklich ein warmer Tag werden.

So und ab Checkpoint 2 ging es los…wo geht´s jetzt lang? Zur ausgedruckten Strecke gab es auch eine Kurzbeschreibung der Strecke. Die verwirrte uns aber nun umso mehr. Vroni hatte zum Glück noch eine richtige Karte dabei (meine hing noch auf dem Postweg fest…), denn ohne hätten wir manchmal so überhaupt keine Ahnung gehabt, wo es denn nun lang geht. Wir standen an dieser Stelle wohl so einige Zeit, diskutierten und überlegten…naja einfach mal den Weg nach links den Berg rauf gehen (obwohl in der Beschreibung steht „Vom zweiten Checkpoint geht es ein Stück hinab zum Gießenbach…“???  Naja unser Abbiegen war zumindest richtig. Doch dann bogen wir einmal zu früh links ab…wieder zurück…Wir waren etwas ratlos und immer noch unsicher ob wir jetzt überhaupt in der richtigen Richtung waren…Nach weiterem Karten studieren gingen wir einfach weiter den Berg rauf. Wird schon stimmen…

Und hier liefen wir jetzt eine gefühlte Ewigkeit auf breiten Forstwegen….die Sonne wurde kräftiger und die Motivation ging so langsam bei allen flöten…Forstwege sind ja wirklich nicht so mein Ding. Naja, zu dritt wird es aber nicht langweilig und die Hunde waren so fleißig am Ziehen, dass sie uns weiter motivierten. (Man muss aber auch dazu sagen, dass der eigentliche Campingplatz relativ kurzfristig einfach abgesagt hatte! Frechheit! Ich möchte mir gar nicht ausmalen, was für ein organisatorischer Aufwand das Umorganisieren für Maria war….dementsprechend mussten natürlich auch die Strecken kurzfristig an das neue Basecamp angepasst werden.)

Irgendwann auf einem Berg angekommen (Gipfelkreuz gab es hier aber nicht, nur ein kleines Mini-Schild) ging es ein Stück bergab. Nur durch Zufall habe ich auch gleich den schmalen Pfad nach links entdeckt, der tatsächlich für unsere Strecke vorgesehen war. Immerhin wussten wir jetzt, dass wir auf dem richtigen Weg waren 🙂

Und dieser kleine Pfad ins Reither Tal war wirklich traumhaft! Endlich wieder ein schmaler Trail auf weichem Boden. Plötzlich hatten wieder alle ein Strahlen im Gesicht und es lief sich gleich wie von selbst 🙂

Bei wunderschönem Ausblick auf die umliegenden Berge ging es nun hinab ins Tal.

Der Dritte von sechs Checkpoints sollte sich nun bei der Abzweigung zur Oberbrunnalm befinden. Ja da stehen wir doch gerade?? Wieder allgemeine Verwirrung, wo denn jetzt nun der Checkpoint liegt. Wir fotografierten sicherheitshalber die Stelle und beschlossen eine kleine Pause einzulegen. Es war Mittag und wir waren also auch schon fast 5 Stunden unterwegs. Da haben wir uns alle eine Stärkung verdient.

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Erst einmal Pause! Wo ist Checkpoint 3 ??

Nach einer guten halben Stunde ging es weiter. Wir mussten schließlich die tatsächliche Oberbrunnalm finden. Jetzt kam der „schwierigste“ Teil des Tages, denn wieder befanden wir uns auf breiten Forstwegen bergauf… Diesmal in der prallen Sonne. Puhhh….wir schleppten uns alle tapfer den Berg nach oben.  Was für eine Wohltat, als irgendwann ein Bach auf dem Weg auftauchte! Erstmal alle plantschen und Wasser auffüllen…da steigt die Laune wieder 🙂 Oben fanden wir dann auch tatsächlich den echten Checkpoint 3.

Als nächstes ging es hinab zur Gleierschklamm. Die Klamm war wirklich das absolute Highlight der Tour! Hier war der einzige Teil der Strecke wo wirklich Trittsicherheit von Mensch und Hund gefordert wurde. Für mich, Jumper und Mila genau das richtige! Auf sehr schmalen Pfaden, über viele Brücken und teilweise an seilversicherten Stellen vorbei ging es durch die Klamm. Ein Traum! Und meine beiden Hunde sind mittlerweile wirklich kleine Profis. Ohne mit der Wimper zu zucken liefen sie durch die Klamm. Wenn ich daran denke, dass Jumper früher panische Angst für jeglichen Brücken hatte…und hier lief er über „freischwebende“ Holzbrücken und -stege ohne Probleme, schwanzwedelnd und immer voraus. Ich bin wirklich stolz, wie beide sich entwickelt haben! Viel zu schnell kamen wir wieder heraus aus der Klamm, ich hätte ewig so weiter gehen können…

Und nun begann die unendliche Suche nach Checkpoint 4. Bis jetzt weiß ich nicht, wo der nun wirklich war. Vielleicht hatte ihn bei uns tatsächlich schon jemand abgenommen…aber wir machten Fotos von der beschriebenen Stelle, die sollten später auch als Beweis ausreichen.

Jetzt ging es Richtung Checkpoint 5. Wieder eine ganze Zeit lang über breite Wanderwege. Aber wenigstens der Ausblick war wirklich schön und sowohl die Hunde, als auch ich fühlten uns noch richtig fit 🙂

Gegen 16 Uhr nachmittags war aber bei allen die Luft etwas raus…wie praktisch, dass nun der Wiesenhof auf unserem Weg lag. Da dachten wir auch noch, dass wir hier den nächsten Checkpoint finden würden. Tja, wir fanden aber keinen Checkpoint….kein rosa Bändchen weit und breit. Egal, wir haben Hunger und die Hunde brauchen eine Pause.

Mhhh….Cola und Pommes, jetzt genau das richtige. Jumper, Mila, Lilly und Luke haben es sich auch sofort bequem gemacht und die Zeit für ein wohlverdientes Schläfchen genutzt. Beim Essen diskutierten wir über den weiteren Weg….keine Ahnung wo dieser blöde Checkpoint nun sein soll…Wir beschlossen uns auf die Karte und nicht auf die Beschreibung zu verlassen. Also gingen wir nach einer guten Stunde Pause den Weg wieder ein Stück zurück. Wir gingen jetzt nämlich zur Scharnitzer Alm. Aber auch hier weit und breit kein rosa Bändchen…irgendwie gingen wir den Weg weiter und dann entdeckten wir am anderen Flussufer wieder ein Schild zum Wiesenhof…da waren wir doch gerade?? Naja, los geht´s… Und tatsächlich, hier entdeckte Petra an einem Wegweiser den Checkpoint….na suuuper. Aber immerhin Checkpoint 5 eingesammelt und auf dem richtigen Weg waren wir also auch noch.

Jetzt ging es nochmal bergauf! Der letzte Checkpoint fehlt ja noch. Hier liefen wir jetzt auf einem schönen Weg durch den Wald. Die Temperaturen waren endlich wieder angenehm kühl und die Laune immer noch gut 🙂

An der angedachten Stelle fanden wir aber auch Checkpoint 6 nicht. Einige Meter weiter fanden wir das rosa Bändchen aber mitten auf dem Weg. Ich frage mich immer wer sowas abmontiert… naja wir hatten Glück. Wir waren nämlich anscheinend die einzigen die Checkpoint 6 zu Gesicht bekamen.

Zum Schluss ging es noch auf einen schönen Trail. Bald konnten wir kurz vor dem Abstieg auch auf Scharnitz blicken und unser Basecamp erspähen. Jetzt ist es nicht mehr weit! Es kündigte sich nun auch ein Gewitter an, also nichts wie los!

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Der Campingplatz in Sicht!

Nochmal durch Scharnitz hindurch, dann kamen wir ca. um 19:25 Uhr am Campingplatz bestens gelaunt wieder an! Wir waren also 12:08 h unterwegs. Am Ende waren es über 31 km und 1.700 hm. Und gerade noch das Zielfoto geschossen, da kam auch schon der erste Donner! Wir hatten im Gegensatz zu einigen anderen Teilnehmern noch richtig Glück gehabt.

Schnell die Hunde versorgt und dann ab unter die Dusche! Was für ein tolles Gefühl nach so einem Tag frisch geduscht aus der Dusche zu steigen 😀 Zum Glück für uns war dann auch noch eine Menge Suppe vom Vortag übrig. Dazu wurden wir netterweise eingeladen! Unter dem Pavillon saßen wir nun gemeinsam mit anderen Teilnehmer zusammen, aßen Suppe und lauschten den Erzählungen der Erlebnisse des Tages!  Der perfekte gemütliche Ausklang für einen tollen Tag!Foto 29.07.17, 20 52 04

 +++ Hier findet ihr das Video zur Tour +++

Ausspannen am Sonntag

Trotz Gewitter war die Nacht sehr erholsam. Nach so einer langen Tour schläft es sich doch einfach am besten 🙂 Nach dem Aufstehen gab es ein gemütliches Frühstück und nette Gespräche mit anderen Teilnehmern.

Um 10:00 Uhr gab es dann auch die Siegerehrung. Danach wurde der Campingplatz schnell leer. Petra und ich hatten nichts mehr vor und beschlossen den Tag und das schöne Wetter noch auszunutzen. Also ganz gemütlich in der Sonne sitzen, Quatschen und Mittag essen. Die Hunde waren zufrieden mit ihren Kauhufen, die es praktischerweise am Stand von Pfotenharmony zu kaufen gab 🙂 Irgendwann am Nachmittag ging es dann aber (leider) doch wieder nach Hause. Aber eins ist sicher: Wir kommen wieder! 🙂

Fazit

Alles in allem war es ein wunderschönes Wochenende! Vielen Dank an Maria für die tolle Organisation!

Der Campingplatz war super, tolle Verpflegung, nette Leute und eine wunderschöne Gegend! Das einzige, was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die vielen breiten Wanderwege unserer Tour. Ich hätte mir doch mehr schmale Pfade und einige „Kletterstellen“ gewünscht. Aber das lag einfach an der Umorganisation durch die Absage des eigentlich geplanten Basecamps. Laut Maria war die ursprüngliche Tour auch wirklich anders geplant. Aber dafür konnte ja niemand etwas und es war schließlich auch das 1. KDT. Außerdem war es trotzdem eine schöne Tour und wir hatten viel Spaß! Von daher: Wir kommen sehr gerne wieder und freuen uns schon auf das nächste Jahr 🙂

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Wir kommen wieder 🙂

Heimgarten und Herzogstand via schönem Grat

Traumtour am Walchensee mit 1.200 hm

Anfang Juli wollten Petra und ich noch eine schöne Trainings-Tour für unser erstes Dogtrekking (Karwendel Dogtrekking) machen. Für die Tour beim Dogtrekking waren (ursprünglich) 1.200 hm ausgeschrieben. Also habe ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Tour gemacht. Entschieden habe ich mich für die Tour zum Heimgarten und Herzogstand am Walchensee mit 1.200 hm. Das sollte die ideale Vorbereitung sein 🙂

Die Tour bieten einen wirklich traumhaften Ausblick und eine wunderschöne Gratwanderung vom Heimgarten zu Herzogstand. Aufgrund der Höhenmeter und der Länge der Tour sollten Hund und Mensch eine gute Ausdauer haben. Beide sollten grundsätzlich trittsicher und schwindelfrei sein.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Talstation der Herzogstandbahn in Walchensee.

Da wir morgens zuerst noch die Hunde in Petras Auto quetschen mussten ( 😀 ) und dann auch noch im Stau standen, kamen wir erst um 10 Uhr vom Parkplatz los. Das Wetter war ziemlich wechselhaft angesagt. Es war morgens noch sehr bedeckt, aber immerhin trocken 🙂 Also ging es für Petra und mich zusammen mit unseren Hunden Jumper, Mila und Lilly los.

Wenn man am hinteren Parkplatz steht und die Herzogstandbahn vor sich hat, geht es nach links, den Schildern Richtung Heimgarten und Herzogstand folgend. Hier geht es zuerst durch den Wald immer geradeaus einem Fluss entlang. An einer kleinen „Kreuzung“ folgen wir wieder dem Schild Richtung Heimgarten. Grundsätzlich ist diese Tour wirklich gut beschildert und es gibt keinerlei Probleme den richtigen Weg zu finden.

Der Weg wird vom Forstweg zum Steig. Bald kommen auch einige Stufen hinzu. Recht schnell wird der Weg auch ziemlich steil und geht in Serpentinen den Berg hinauf. Hier merkt man schnell, woher die Höhenmeter der Tour kommen. Da es bei uns auch noch sehr schwül war, kamen wir schnell an unsere Belastungsgrenze. Wie gut, dass wir unsere Hunde als Motivation dabei hatten 😀 Trotz der Anstrengung  wird man aber immer wieder durch einen traumhaften Blick auf den Walchensee entlohnt. Das Türkisblau des Wassers ist einfach Wahnsinn! Wenn es nicht gerade so wolkig und nebelig wie an unserem Tag ist, ist der Ausblick wahrscheinlich noch genialer. Bis auf den Weg und den Walchensee haben wir beim ersten Aufstieg nämlich nichts gesehen. Mehr als ein paar wenige Meter Sicht waren an diesem Tag nicht drin. Aber auch der Nebel auf unserer Tour hatte etwas wunderschönes und mystisches.

Nach einiger Zeit und einigen Höhenmetern geht es raus aus dem Wald und leicht bergab auf eine Alm zu. Hier sieht man rechterhand jetzt auch gleich, was es auf dieser Tour noch zu bewältigen gibt. Links blickt man auf den Heimgarten, mittig auf den schönen Grat und rechts auf den Herzogstand (nicht auf das Gipfelkreuz, aber auf den Gipfelpavillion). Aber keine Panik! Es ist zu schaffen und gar nicht so schlimm wie es aussieht 😀

Hier im Video auch noch einmal schön zu sehen 😀

+++ Mit Ton anschauen +++ 😉

Nachdem man kurz bergab gegangen ist, stößt man auf eine Alm. Hier muss zumindest im Sommer eine Kuhherde überwunden werden. Bei uns standen die natürlich genau vorm Eingang des Weidezauns. Naja, immerhin waren keine Kälber dabei und auch keine Jungtiere. So haben wir es unbeschadet überstanden. Jetzt geht es gleich wieder durch den Wald bergauf, immer Richtung Gipfel des Heimgartens.

Weiter oben angekommen, geht aus dem Wald heraus und wir bekommen einen tollen Ausblick. Hier kam auch bei uns endlich einmal die Sonne heraus. Kurz vor dem Heimgarten erblickt man zuerst die dazugehörige bewirtschaftete Hütte. An dieser muss man ein Stück vorbei gehen, bis einen der Weg nach rechts zum Gipfelkreuz führt.

Da wir schon einiges geschafft hatten und es an der Zeit war, haben wir uns hier unsere große Pause gegönnt. Zumindest auf die Seite des Kochelsees gab es einen schönen Ausblick. Der Rest lag immer noch in Nebel oder Wolken…

Nach der Pause ging es erholt weiter. Der Wegweiser führt uns hier nach rechts Richtung HerzogstandBergstation. Ab hier ist der Weg über den Grat schwarz markiert. Es ist eben ein Gratweg und teilweise drahtseilversichert. Sofern man schwindelfrei und trittsicher ist, ist der Weg aber kein Problem für Mensch und Hund und wirklich schön zu gehen. Wenn das Wetter mitspielt hat man hier mit Sicherheit einen gigantischen Ausblick. Am Anfang des Grats geht es erst einmal bergab.

Nach einiger Zeit wird es wieder ebener und man sieht den Grat, der noch vor einem liegt und im Hintergrund den Herzogstand. Auf dem Gratweg gibt es immer wieder ein paar schöne Kletterpassagen und wunderschöne Ausblicke. Ganz nach unserem Geschmack 🙂

Während wir davor so gut wie keiner Menschenseele begegnet sind, wird es auf dem Grat teilweise voller. Das liegt an der Herzogstand-Bahn. Sehr viele lassen sich lieber den Berg nach oben fahren und gehen dann nur den Grat entlang…..naja wem´s gefällt 😀

Am Ende des Grates sehen wir den Gipfelpavillion des Herzogstandes (das Gripfelkreuz liegt etwas unterhalb und ist deshalb hier noch nicht zu sehen). An dieser Stelle geht es jetzt noch einmal bergauf.

Am Gipfelpavillion kann man nochmals sehr schön Pause bei einem wunderschönen Ausblick machen.

Um dann zum Gipfelkreuz des Herzogstandes zu kommen, folgt man einfach den Schildern. Über schmale Wege geht es erst ein Stück bergab und dann hoch zum Gipfel. Der Gipfel des Herzogstandes auf 1.731 m bietet einen wunderschönen Rundumblick!

Ab jetzt geht es nur noch bergab, zurück zu unserem Ausgangspunkt. Als nächstes Ziel hat man das Berggasthaus Herzogstand im Blick. Auf dem Weg dorthin liegt rechterhand nochmals ein kleiner Gipfel. Wer Lust hat, kann also auch noch einen 3. Gipfel auf dieser Tour erklimmen. Wir begnügten uns mit den anderen beiden 🙂 Hat man die Hütte erreicht, findet man hinter dem Gasthaus einen kleinen Weg, der nach rechts Richtung Walchensee weist. Hier beginnt nun der Abstieg zurück zum Parkplatz. Das Schöne daran: Fast alle nehmen die Bergbahn nach unten, sodass man ab hier wieder alleine ist 🙂 Und der Abstieg lohnt sich wirklich. Denn es ist ein wunderschöner Weg durch den Wald.

Gegen Abend kamen wir um 18 Uhr wieder am Parkplatz an. Wir waren also fast den ganzen Tag unterwegs. Inklusive Pausen ziemlich genau 8 Stunden. Es war eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Tagestour! Beim nächsten Mal haben wir hoffentlich strahlenden Sonnenschein um den Ausblick in vollen Zügen genießen zu können 🙂

Hier findet ihr noch das passende Video zu unserer Tour:

Auf BergtourOnline.de findet ihr die Tourenbschreibung inkl. passendem GPS-Track: *KLICK*

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Wandern mit Hund in Osttirol – Teil 1

Mein kleiner „Geheimtipp“

Osttirol? Wo ist denn das?? Von Südtirol hat wahrscheinlich schon jeder einmal etwas gehört oder war mindestens einmal dort. Aber Osttirol? Das sagte mir bis zu unserem Urlaub auch nicht viel. Und bis dahin wusste ich auch noch nicht was mir entgangen war 😉 „Wandern mit Hund in Osttirol – Teil 1“ weiterlesen

Wandern im Elbsandsteingebirge Tag 1&2

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