Auf dem SalzAlpenSteig mit Hund

Auf den Spuren des Salzes

Der SalzAlpenSteig führt auf 233 km und 18 Etappen vom Chiemsee bis zum Dachstein. Als Premiumwanderweg ausgezeichnet, führt dieser Weitwanderweg auf schönen abwechslungsreichen Wegen durchs Berchtesgadener Land. Dabei gibt es neben der wunderschönen Landschaft auch jede Menge Wissenswertes über Salzquellen und Salzvorkommen, die Geschichte der Salzgewinnung und -verarbeitung sowie die Spuren des Salzes in den Orten und Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke zu erfahren. Auf die Idee diesen Weg zu gehen brachte mich meine Mama. Wir wollten unbedingt zusammen dieses Jahr noch auf Tour gehen. Viele Weitwanderwege stehen auf meiner Wunschliste. Doch aufgrund des Wetters im Herbst und der unsicheren Lage bzgl. Corona, entschieden wir uns für einige Etappen des SalzAlpenSteigs innerhalb Deutschlands. Nach ein paar Wochen Planung ging es Anfang Oktober für meine Mama, mich und die 3 Hunde auf Tour.

Start in Ruhpolding

Da wir es ganz gemütlich angehen wollten, haben wir uns 5 schöne Etappen des Weges ausgesucht und einen extra Anreise- und Abreisetag miteingeplant. Wir starteten unsere Tour in Ruhpolding mit einer kleinen Tagestour. Aus einem kleinen Spaziergang wurde dann eine schöne kleine Bergtour, 4 Stunden waren wir glaube ich unterwegs 🙂 Einfach herrlich die Landschaft dort und wir waren quasi alleine unterwegs. Perfekt eingestimmt für die nächsten Tage fuhren wir im Anschluss in die Pension Rauschberghof, direkt am Rauschberg in Ruhpolding. Die Vermieter dort waren super nett und die drei Hunde für sie absolut kein Problem. Wir haben sogar eine Art Ferienwohnung bekommen, inkl. eigenem Eingang und direktem Zugang zum Garten und einer kleinen Küche. Hier genossen wir den Sonnenuntergang und machten uns ein kleines, aber feines Abendessen, bevor es ins Bett ging.

Von Ruhpolding nach Inzell (Etappe 5)

Zum „richtigen“ Start unserer Tour begrüßte uns das Wetter morgens leider mit grauen Wolken und Regen. Laut RegenRadar sollte es auch noch eine Weile regnen. Also machten wir uns erstmal gemütlich auf zum Frühstücken. Bei herrlichem Ausblick auf die umliegenden Berge genossen wir das Essen. Dank Marmelade und selbst gekaufter Hafermilch gab es auch für mich als Veganerin etwas zu essen 😀 Es war einfach toll einmal wieder alleine mit meiner Mama unterwegs zu sein. Als ich klein war, machten meine Mama und ich immer wieder mal 1 Woche Urlaub nur zu Zweit. Es war jedes Mal wunderschön und umso mehr hat es mich gefreut, dass wir jetzt nach vielen Jahren mal wieder länger als Mutter-Tochter-Gespann auf Tour gehen konnten.

Laut RegenRadar sollte es am Vormittag eine Regenpause geben. Diese wollten wir unbedingt nutzen. Also alle sieben Sachen gepackt (mein Auto konnte ich netterweise dort stehen lassen für die kommende Woche) und auf ging´s auf unsere 1. Etappe. Es ist die 5. Etappe des SalzAlpenSteigs von Ruhpolding nach Inzell. Knappe 15 km lang. Unsere Unterkunft befand sich zum Glück direkt am Weg und fast am Ortsausgang. So gelangten wir direkt auf schönen Wegen Richtung Rauschberg, immer in Richtung Taubensee. Der Weg ist an sich sehr gut gekennzeichnet. Allerdings gibt es Schilder für den SalzAlpenSteig und welche für die SalzAplenSteig-Touren. Manchmal ist das etwas verwirrend. Ich habe mir glücklicherweise alle Etappen auf meine Garmin Fenix geladen. Die hat sich auf dieser Tour mehr als bezahlt gemacht! So langsam fing es dann doch an leicht zu regnen. Aber alles noch im Rahmen und aufgrund der wunderschönen Herbstlandschaft störte uns das wenig 🙂 Bald gelangten wir dann an den wunderschönen Taubensee.

Der Regen wurde irgendwann doch stärker und sollte uns den restlichen Tag begleiten….doch etwas hatte es gut: Zum allerersten Mal (seit keine Ahnung wie lange) konnten wir Feuersalamander beobachten! Plötzlich saß einer direkt auf dem Weg! Als ich ihn zurück ins Gebüsch gesetzt habe, haben wir sogar noch einen zweiten entdeckt. Eine wunderschöne Begegnung!

Gemeinsam stapften wir dann tapfer weiter durch den immer stärker werdenden Regen. Da es aber auch immer wieder bergauf ging, wurde uns zumindest in der Bewegung nicht kalt. Mila fand das natürlich überhaupt nicht toll…aber da mussten wir alle durch und sie hatte ja immerhin zwei Mäntel an 😉 Der Weg war dafür wirklich wunderschön und wir trafen so gut wie keine Menschenseele.

Nach einigen Stunden im Regen waren wir dann aber doch irgendwann ziemlich durchnässt und durchgefroren. Also waren wir sehr sehr happy, als wir endlich im Hardi´s Hotel in Inzell ankamen. Das Hotel war ziemlich schick und wir allesamt von oben bis unten klitschnass und dreckig 😀 Also als aller erstes die Hunde geschnappt und rein ins (sehr kleine) Badezimmer. Dort habe ich erst einmal alle abgeduscht und abgetrocknet und im Anschluss das gesamte Equipment sauber gemacht und zum Trocknen aufgehängt. Ich liebe ja sehr das Draußen-Schlafen, aber in diesem Moment, war ich sehr sehr froh, dass wir die Variante mit den festen Unterkünften gewählt hatten! Als wir alle sauber und getrocknet waren, haben wir uns erst einmal in das super bequeme Bett gekuschelt. Was für eine Wohltat! Nach einem kurzen Nickerchen ging es noch für meine Mama und mich zum Essen. Für mich gab´s Bratkartoffeln und Salat. Zusammen mit einer Cola ideal zum Auftanken. Jumper war so müde, dass er zusammen mit den Mädels ohne Probleme alleine auf dem Zimmer bleiben konnte. Alleine bleiben in fremder Umgebung war früher undenkbar. Ich bin richtig stolz, dass das so gut funktioniert hat, denn es war das erste Mal für uns in Hotels.

Von Inzell nach Bad Reichenhall (Etappe 6)

Nach einer etwas schlaflosen Nacht (irgendwie schlafe ich im MiniCamper oder draußen viel viel besser 🙂 ) begrüßte uns erst einmal unser „geliebter“ Regen. Das drückt dann doch etwas die Motivation… aber der Wetterbericht versprach Besserung und nach einem wirklich leckerem Frühstück, schaute doch noch die Sonne hervor! Gut so, denn mit um die 23 km erwartete uns eine etwas längere Etappe.

Los ging es erst ein Stück auf dem gestrigen Weg zurück. Durch ein kleines Stück Moorlandschaft und dann mit herrlichem Ausblick auf den Kienberg und den Falkenstein. Sah dann doch etwas netter aus mit strahlendem Sonnenschein 😉 Am schönen Wildenmoos vorbei ging es Richtung Weißbach. Auf dieser Etappe gibt es besonders viel über die Salzerzeugung zu lernen. Überall findet man Infotafeln und immer wieder stößt man auf alte Soleleitungen.

Der Weg führte eigentlich immer auf einem schmalen Trampelpfad am Wasser entlang. Dazu die Sonne und die wunderschönen Herbstfarben…einfach herrlich. Zwischendrin lud eine Bank am Wasser zum Verweilen ein. Und für ein kleines Mittagsschläfchen waren wir alle gerne zu haben. Das Schöne an so einer Mehrtagestour finde ich ist, dass man einfach in den Tag hineinleben kann. Genauso wollten wir es auch: Es ging uns nicht um Kilometer sammeln, sondern einfach nur ums Genießen. Und ob man 2 Stunden früher oder später in der nächsten Unterkunft ankommt….völlig egal. Hauptsache wir kommen noch im Hellen an, das war eigentlich immer unser einziges Ziel 😀

Schließlich kommt man auf dieser Etappe nach Weißbach an der Alpenstraße. Hier gibt es einen genialen Ausblick auf die Bergwelt der höheren Lagen. Ab dem Mauthäusl wanderten wir bergauf zur wunderschön gelegenen Höllenbachalm.

Der Tag begann sich schon dem Ende zu nähern, doch die Etappe hielt noch ein weiteres Highlight für uns bereit. Über den traumhaften Höllenbachsteig erlangten wir einen genialen Blick auf die umliegende Bergwelt, die plötzlich völlig andere Vegetation und den schönen Thumsee.

Von hier oben konnten wir tatsächlich dann auch schon einen Blick auf unser Etappenziel Bad Reichenhall erhaschen. Nun ging es sehr sehr steil bergab. Mit den schweren Rucksäcken machen sich die Knie am steilen Hang dann doch etwas bemerkbar…unten angelangt ging es am Thumsee vorbei weiter Richtung Bad Reichenhall. Auf dem Soleleitungsweg ging es auf tollen Pfaden nochmal in den Wald hinein. Der kleine Nachteil am Herbst: Es wird von Tag zu Tag schneller dunkel und das machte sich nun bemerkbar. Im Wald wurde es dann doch sehr schnell dunkel und ein Blick auf meine GPS-Uhr versprach nichts Gutes…laut Uhr lagen noch einige Kilometer vor uns. Zudem war das Wegenetz sehr engmaschig und die Beschilderung sehr verwirrend. Laut Weg sollten wir nochmal bergauf gehen, doch da streikte nun langsam meine Mama 😀 Mit zwei nicht mehr ganz heilen Knien und dem schweren Rucksack kommt man doch irgendwann an seine Grenze. Mir machte mein Hunger eher zu schaffen und der Blitzgedanke, dass Gaststätten ja nun dank Corona sehr früh zumachen müssen…

Ich suchte einen alternativen Weg, doch dann war der Weg vor uns auch noch gesperrt und der Umweg nicht beschildert. Leider war das nicht der erste Umweg an diesem Tag. Aufgrund von Stürmen waren einige Wege unpassierbar. Außerdem zeigte sich nun, dass sich unsere Unterkunft quasi am anderen Ende von Bad Reichenhall befand. Mit den Hunden noch ewig durch die Stadt an der Straße zu laufen, dafür hatte ich dann keine Nerven mehr. Also hielten wir „Kriegsrat“ und entschlossen uns ein Taxi zu rufen. Wir hatten zu dem Zeitpunkt schon 25 km hinter uns gebracht und es wären noch ein paar mehr gewesen. Auf dieser Etappe stimmten die Längen- und Zeitangaben nicht wirklich… Wir fanden dann jedoch tatsächlich einen netten Herren, der uns und die drei Hunde mitnahm. So kamen wir innerhalb weniger Minuten an der urigen Unterkunft Gasthaus Staufenbrücke an. Dort bekam ich die besten Pommes aller Zeit und glücklich und zufrieden machten wir es uns in unserem Zimmer gemütlich.

Von Bad Reichenhall nach Bischofswiesen (Etappe 7)

Nach einer erholsamen Nacht und einem schönen Frühstück, machten wir uns auf die nächste Etappe. Dieses Mal wurden wir sogar endlich von der Sonne begrüßt 🙂 Wir befanden uns ja nun mit unserer Unterkunft ein ganzes Stück vom SalzAlpenSteig entfernt. Mithilfe meiner Uhr und GoogleMaps suchte ich den besten Weg durch Bad Reichenhall. Anfangs ging es auch noch schön am Wasser entlang.

Auf so einer langen Tour hat ja jeder Mal so seinen persönlichen Tiefpunkt… das gehört für mich auch irgendwie dazu. Tja, nun kam meiner. Denn es ging nun ewig durch Bad Reichenhall hindurch. An sich ja eine wirklich schöne Stadt. Doch es war echt viel los, überall waren Baustellen inkl. Sackgassen, immer wieder Hundeverbotsschilder in irgendwelchen Parks und von der Beschilderung des Weges keine Spur. Irgendwie musste ich also meine Hunde durch die Menge manövrieren. Jumpy ist absoluter Stadthund, die Mädels sind von so viel Trubel aber eher nicht begeistert. Für mich eine Challenge die Ruhe zu bewahren (ich selbst kann ja so viele Menschen nicht ausstehen 😉 ) und dabei noch zu navigieren. Irgendwo haben wir uns dann noch verlaufen, weil die Beschilderung völlig verwirrend war, im Endeffekt liefen wir irgendwas über 2 Stunden durch die Stadt…puh, was war ich froh, als wir endlich wieder die Ruhe des Waldes genießen konnten!

Tatsächlich entschädigte dann aber der restliche Weg der Etappe. Es ging nun eine ganze Weile bergauf und man konnte ganz Bad Reichenhall von oben bewundern. Immer weiter bergauf ging es, bis wir an einem kleinen Gipfel unsere verdiente Pause machten. Die Stille, die Sonne und die Berge um uns rum einfach genießen.

Auf dem Salzalpensteig

Im weiteren Verlauf überquerten wir immer wieder Flüsse über spannende Gitterbrücken. Irgendwann ging es wieder bergab Richtung Bayerisch Gmain. Von hier ging es immer weiter durch den Wald, entlang der Bahngleise. Auf der Strecke finden sich wieder sehr viele Infotafeln rund um die Salzgewinnung und alte Soleleitungen.

Ziemlich spät am Nachmittag ging es dann Richtung Winkl. Von hier aus gab es einen wunderschönen Ausblick auf die Bergwelt. Letztendlich hatten wir an dem Tag durch den Umweg in Bad Reichenhall 20 km auf der Uhr. Mit den schweren Rucksäcken hatten wir dann eigentlich genug für den Tag 🙂 Deswegen schauten wir nach einer Busverbindung Richtung Bischofswiesen. Und tatsächlich, wir hatten Glück! Genau zur richtigen Zeit schafften wir es in der Nähe einen Bus zu erwischen. Und das kann ich nur jedem auf dieser Etappe empfehlen, denn die letzten Kilometer wäre es nur an der Bundesstraße entlang gegangen. Man verpasst also nichts 😉

Ich bin immer noch super stolz auf meine Hunde. Denn Joy und Mila sind bis dahin noch nie mit dem Bus gefahren. Doch sie haben es super gemeistert. Vertrauen ist eben doch einfach alles. Praktischerweise lag unsere Unterkunft „Watzmannstube“ direkt an der Bushaltestelle. Die teuerste Unterkunft der Tour, dafür auf jeden Fall mit genialem Blick auf den Watzmann. Der Tag war anscheinend noch nicht aufregend genug, denn ich sage mal so: Die Watzmannstube ist etwas speziell 😀 Naja egal, wir hatten ein weiches Bett und eine Unterkunft mit drei Hunden. Für den Abend holte ich uns nebenan noch eine super leckere Pizza und wir entschlossen morgen spontan zu entscheiden, was wir machen, denn es war für den ganzen nächsten Tag strömender Regen angesagt…

Von Bischofswiesen nach Ramsau (Etappe 8)

Zu unserem Erstaunen war das Wetter morgens relativ ok, obwohl jeglicher Wetterbericht starken Regen auf unserer nächsten Etappe ansagte. Wir gingen erst einmal frühstücken. Dort trafen wir auch auf die Gastgeber. Wir fragten sie ob sie eine alternative, kürzere Route nach Ramsau kennen oder eine Busverbindung. Doch der Herr des Hauses gab uns stattdessen seine eigene Wetterprognose. Er meinte, aufgrund der besonderen Lage von Bischofswiesen versagen die meisten Wetterberichte, aber er sagte uns einige regenfreie Stunden voraus. Und er sollte Recht behalten. Wir warteten auf den nächsten Bus. Denn tatsächlich geht es erst einmal wieder die Busstrecke vom vorherigen Tag komplett zurück. Also auf jeden Fall den Bus nehmen 😉

Auf dieser Tour geht es erst immer bergauf zur Mordaualm und dann wieder begrab Richtung Ramsau. Zu Beginn der Tour (nach unserer Busfahrt) ging es erst nur leicht bergauf. Hier kamen wir an einer Alm vorbei und tatsächlich begegneten uns hier noch freie Kühe. Zum Glück konnten wir uns aus dem Staub machen, bevor sie uns bemerkten. Im Sommer sollte man hier beachten, dass überall Kühe frei laufen (schon unten) und wohl auch Mutterkühe dabei sein sollen. Allerdings ist das Gelände hier auch sehr weitläufig. Dann ging es im weiteren Verlauf ziemlich steil immer bergauf. Wir hatten ein tolles mystisches Herbstwetter und wir waren komplett alleine. Bis zur Mordaualm wurde der Weg immer schöner zu einem schmalen Steig.

Oben angekommen machten wir unsere verdiente Pause. Wir waren sehr froh und dankbar, dass wir so eine tolle Tour ohne Regen genießen konnten. Doch lange hielten wir es dann nicht aus. Denn innerhalb kürzester Zeit zog eine eiskalte Nebelfront über uns. Also machten wir uns an den Abstieg.

Weiter unten sah ich schon aus der Ferne, dass uns eine Kuhherde den weiteren Weg versperren würde. Zudem kam nun doch der lange angesagte Regen. Und zwar mehr als ein paar Tropfen. Schnell in die Regenklamotten geschmissen und nach einem Weg gesucht, die Kühe zu umgehen. Das stellte sich dann bald als sehr sehr gute Idee heraus, denn es fing an wie aus Eimern zu schütten. Trotz Regenkombi war es einfach viel zu viel Wasser von allen Seiten und vor allem für die Hunde nicht wirklich schön. Wir fanden Unterschlupf unter einem Vordach an einem Gasthof. Und hier gab es tatsächlich eine Bushaltestelle! Was für ein Zufall! In 40 Minuten würde ein Bus Richtung Ramsau gehen. Da es immer stärker regnete entschieden wir uns auch dafür. Wir hatten wirklich Glück, denn es war Wochenende und das war quasi die letzte Busverbindung für längere Zeit. Es war dann noch sehr spannend, den Bus auch zu erwischen. Ja nicht zu früh unseren schützenden Unterstand verlassen, aber auch nicht zu spät und den letzten Bus verpassen 😀

Nach einer längeren Busfahrt, in der wir uns ein bisschen aufwärmen konnten, suchte ich noch einen schönen Weg zu unserer Unterkunft „Haus Urban“. Der Bus hielt relativ weit unten in Ramsau und es ging nun noch einmal richtig bergauf Richtung Unterkunft. Der Regen hatte sich nun etwas beruhigt und es ging durch einen wunderschönen Wald immer am Wasser entlang nach oben. Glücklich kamen wir dann nach ein paar Stunden endlich im „Haus Urban“ an. Tatsächlich befanden wir uns inmitten der Bergwelt hoch oben. Leider sahen wir nichts durch den Nebel 😀 Aber wir wurden sehr freundlich empfangen und eine warme Dusche war nun eine wirkliche Wohltat! Blöderweise hatten wir in der Eile vergessen uns um Essen zu kümmern und es gab hier in der Nähe keine Möglichkeit zum Einkaufen. Wir hätten eine weitere Stunde Gehen zur nächsten Gaststätte in Kauf nehmen müssen. Also packten wir alle unsere übrigen Knabbersachen aus. Und tatsächlich hatten wir genug, Hauptsache Essen 😀 Fix und alle genossen wir das schöne gemütliche Zimmer. Das hatten wir verdient!

Der Wetterbericht versprach für die nächsten Tage leider nichts Gutes. Eigentlich hatten wir am folgenden Tag noch eine schöne Etappe geplant. Aber es regnete sich nun komplett ein und am nächsten Tag sollte es so weiter gehen. Netterweise konnten wir die nächste Unterkunft kostenfrei stornieren! Und so entschieden wir uns, uns am nächsten Tag abholen zu lassen. Das war auch gut so, denn Mila zeigte nun leider eine leichte Lahmheit. Ich wurde also ziemlich wehmütig, denn für mich stand nun fest, dass das die letzte Mehrtagestour für Mila in diesem Umfang war. Wer uns kennt, weiß, dass sie seit Jahren an ED leidet. Bisher haben wir es nach der OP sehr gut im Griff gehabt. Auch der diesjährige Wanderurlaub im Sommer machte ihr keine Probleme. Meine Vermutung ist, dass die Kombi mit dem extremen Regen und der Kälte ihr zu schaffen gemacht haben. Das konnten leider auch die Mäntel nicht verhindern. Für mich persönlich schwer zu verdauen, aber ich bin sehr dankbar, dass wir diese Tour noch gemeinsam gemacht haben und auf Tagestouren ist sie ja sowieso weiterhin dabei.

Mein Fazit

Ich kann nur sagen es war eine super aufregende und tolle Zeit! Ich habe jegliches Zeitgefühl verloren und es einfach nur genossen zusammen draußen unterwegs zu sein und in den Tag hineinzuleben. Nicht nur die Menschen, sondern vor allem auch die Hunde waren dadurch so unheimlich entspannt und ausgeglichen. Den ganzen Tag nur mit dem Menschen draußen unterwegs sein. Mehr brauchen sie eigentlich nicht.

Wandern hat für mich eine so heilsame Wirkung, dass ich den Kopf komplett ausschalten kann, was mir sonst nirgends gelingt… Der SalzAlpenSteig war ein wundervoller Weg für unsere erste längere Mehrtagestour, denn er ist sehr abwechslungsreich. Hier findet man die ideale Kombi aus Bergtour und Wanderung in der Ebene, was es mit dem schweren Rucksack gerade für den Einstieg wesentlich angenehmer macht, als wenn man nur Gipfel besteigen würde. Da die Beschilderung teilweise doch noch ihre Schwächen hat, würde ich ein GPS sehr empfehlen. Meine Garmin Fenix habe ich hiet wirklich lieben gelernt.

Ein riesen Dank geht an meine wundervolle Mama, die die Idee zu dieser Tour hatte und sie geplant und organisiert hat! Ich kann euch nur raten einfach mal so ein Abenteuer zu machen. Man hat wunderbar gesehen, dass es auch mit 3 Hunden möglich ist und das es einige tolle Menschen gibt, die einen auch mit mehreren Hunden willkommen heißen. Wir hatten wirklich wunderschöne Begegnungen auf unserer Tour. Generell haben wir so viel erlebt, dass es mir viel länger vorkam. Wir haben den SalzAlpenSteig jedenfalls zu unserem Mutter-Tochter-Projekt gemacht und haben uns fest vorgenommen in Zukunft noch weitere Etappen zu machen 🙂

P.S.: Wer auf der Suche nach Inspiration für mehr Entspannung und Entschleunigung im Alltag ist, dem kann ich meine Mama sehr ans Herz legen: https://www.schritt-tempo.de/

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