Wanderurlaub im Schwarzwald

Wie so oft kommt es anders als man denkt…

und dann heißt es: Einfach das Beste daraus machen! Schon seit letztem Jahr war der Malerweg im Elbsandsteingebirge geplant. Ich habe mein Wanderherz einfach an das Elbi verloren, deswegen sollte es dort unbedingt auch mal eine Mehrtagestour werden. Der Termin im Juni stand schon Monate im Kalender fest, aber leider fiel meine Wanderbegleitung kurz vorher aus…ihr Pferd ist leider krank geworden und seinen Patienten lässt man natürlich nicht alleine zu Hause. Also was nun…?

Die 10 Tage frei wollte ich auf jeden Fall trotzdem nutzen und auch wirklich einige Tage wegbleiben um richtig abschalten zu können. Da ich ausnahmsweise einmal nicht groß planen wollte, sollte es ein schöner und vor allem hundefreundlicher Campingplatz werden, von dem aus man schöne Wanderungen unternehmen kann.

Meine Wahl fiel auf das Lynx Camp in Schönwald, im Schwarzwald. Hier sind Hunde herzlich willkommen! Außerdem entspricht es genau meinen Vorstellungen: klein, aber fein und mitten in der Natur. Mit großen Luxus-Campingplätzen kann man mich ja jagen 😀  Glücklicherweise war trotz Ferienzeit auch noch ein Plätzchen frei und so wurde der Minicamper gepackt und los ging es, natürlich zusammen mit meinen 3 Hunden, ab in den Schwarzwald.

Nach ca. 4,5 Stunden Fahrt wurde der eigens für die Hunde angelegte Spielplatz im Lynx Camp gleich dankend in Empfang genommen. Wirklich toll, was man sich hier einfallen hat lassen 🙂

Die Wandertouren

Wie schon gesagt wollte ich einfach mal zusammen mit den Hunden die Seele baumeln lassen und in den Tag hineinleben. Ich habe mir vorher keine Touren ausgesucht, sondern wollte vor Ort gucken. Vom Campingplatz aus gibt es ein paar kleinere, wirklich schöne Touren (inklusive Beschreibung und Fotostrecke als PDF auf der Homepage des Lynx Camp). So sind wir am Samstag Nachmittag gleich noch eine schöne Tour zum Blindensee gegangen. Die Wege mit ihren vielen Bächen, Tümpeln und Felsformationen waren  schon richtig klasse.

Sonntag wollte Mila wohl mal einen richtigen Faulenzertag einlegen. Sie war mittags nämlich immer noch zu nichts zu gebrauchen und chillte einfach im Auto vor sich hin 😀 Also habe ich mir nach dem Frühstück Jumper und Joy geschnappt und bin direkt vom Campingplatz aus auf eine kleine Biketour gestartet. Einfach mal drauf losgefahren…. So haben wir schöne Wege und tolle Ausblicke entdeckt. Trink- und Bademöglichkeiten sind hier übrigens reichlich vorhanden 🙂

Nach einem Päuschen am Campingplatz war auch Mila dann am späten Nachmittag motiviert. Also ging es auf eine kleine Wanderung zu den Triberger Wasserfällen. Deutschlands höchste Wasserfälle sind eine richtige Attraktion. Der Weg von Schönwald zu den Wasserfällen war wirklich traumhaft. Lauter schmale Wege durch Wald und über Wiesen, vorbei an einigen Kühen…bis es steil bergab zu den Triberger Wasserfällen geht. Unten angelangt musste ich leider feststellen, dass man Eintritt zahlen muss… Blöderweise hatte ich nichts dabei. Aber egal, auch von „außerhalb“ konnte man schon einiges sehen 🙂

Montag habe ich dann zufällig eine ganz tolle App gefunden. Vom Schwarzwal gibt es nämlich eine eigene App. Für alle Aktivitäten findet man hier tolle Tourenvorschläge. Inklusive Karte, Fotos, Beschreibungen usw. Einach klasse. Hier hatte ich mir ein paar Touren für die kommende Woche ausgesucht.

Montag wollte ich den Brendturm besuchen. Gestartet bin ich wieder vom Campingplatz aus. Über wunderschöne Wege ging es erst zur Martinskapelle. Von dort dann zum Brend Aussichtsturm. Auf dem Weg dahin fand ich auch einige tolle Felsformationen. Ein bisschen „Elbi-Feeling“ also 😀

Weiter ging es zum Brend. Der Turm ist bis zur Hälfte sogar mit den Hunden begehbar. Da war ich ganz stolz, dass Jumper sich auf die schmale Wendeltreppe getraut hat. Von oben gab es einen tollen Ausblick. Ich entschied mich danach über den Rundweg zur Kapelle zurück zu gehen und dort noch die Donau-Quelle zu besuchen. Hier findet man tatsächlich den wahren Ursprung der Donau. Jumper konnte hier gleich einmal plantschen 😀 Im angrenzenden Lokal gab es dann auf der Sonnenterrasse noch eine Stärkung für mich. Anschließend ging es wieder „heim“.

Dienstag wollte ich ein paar Höhenmeter sammeln 🙂 Ziel war der nahe gelegene Rohrhardsberg. Die ausgesuchte  Tour nennt sich „Genießerpfad Uhrwaldpfad Rohrhardsberg“. Diese Tour ist als schwer gekennzeichnet. Das gilt aber wohl nur für ungeübte Wanderer. Alle Wege sind sehr gut zu begehen und die Tour ist auch nicht zu lang.  Generell sind die Gehzeiten in der App sehr großzügig angegeben, denn sie gehen wohl von völlig ungeübten Wanderern aus 🙂 Auf diesem Premiumwanderweg gab es auf jeden Fall einen traumhaften Singletrail nach oben. Keine Menschenseele weit und breit.

Der Name der Tour ergibt sich übrigens auch daraus, dass am Wegesrand Kuckucksuhren als Brut-und Nistplätze angebracht sind. Eine wirklich sehr nette Idee. Man hatte hier auch immer wieder wunderschöne Ausblicke in die Ferne. Als krönenden Abschluss geht es gegen Ende der Tour nochmals bergauf. Und zwar geht es auf einem schmalen Pfad den Elzwasserfällen entlang bis man wieder am Wanderparkplatz ankommt.

Nach dem Essen und einem Nickerchen waren die Hunde abends noch motiviert auf den Hundespielplatz zu gehen 😀 Da auf dem Campingplatz fast alle mindestens einen Hund dabei haben, findet sich auch immer wieder mal ein Spielgefährte, wenn man das möchte 🙂

Mittwoch hatte ich wieder Lust das Auto zu bewegen und eine Tour abseits zu gehen.  Da die Tour vom Vortag so toll war suchte ich wieder nach einem „Genießerpfad„. Meine Wahl fiel auf den „Genießerpfad – Rötenbachschlucht“. Diese Tour war wirklich der Hammer! Schon auf der etwa 45 minütigen Fahrt konnte ich bei traumhaften Wetter andere schöne Stellen des Schwarzwaldes bewundern. Angekommen am Wanderparkplatz in Hardt ging es in wenige Minuten vom Parkplatz entfernt gleich runter in die Schlucht. Auf wirklich traumhaften Singletrails geht es hier stetig bergauf und bergab, direkt am Wasser entlang.

Immer wieder stößt man hier auch auf zahlreiche Gittertreppen. Alle drei Hunde haben die super gemeistert. Auf solchen Wegen sind sie alle immer mega motiviert und hängen sich allesamt ins Zuggeschirr. Da ist es wirklich besonders wichtig, dass die Hunde kommandosicher sind! Teilweise gab es auf dieser Tour sehr schmale Wege mit steilen Abhängen, dazu immer wieder Felsen und Wurzeln und auch einige Bergabpassagen. Ein sicheres “ Stopp“ und „Warte“ ist hier das A und O. Vor allem bei mehreren Hunden am Gurt. Aber wir Vier sind ja ein eingespieltes Team und diesen Weg hätte ich wirklich ewig gehen können 🙂

Gegen Ende der Tour geht es sogar nochmal richtig steil bergauf, raus aus der Schlucht. Oben erwartet einen ein grandioser Ausblick! Diese abwechslungsreiche Tour kann im wirklich empfehlen!

Donnerstag gab es dann erst einmal nicht so schönes Wetter. Die Hunde waren sowieso relativ k.o., also beschloss ich Mila und Jumper eine Pause zu geben. Joy nahm ich mir am frühen Nachmittag mit auf eine Bike-Tour. Etwa 2,5 Stunden waren wir unterwegs und sind nochmal am schönen Blindensee vorbei gekommen 🙂

Wegen Schlechtwetterprognose beschloss ich freitags schon abzureisen. Aber natürlich nicht ohne noch einmal die Wanderschuhe zu schnüren 🙂 Meine Wahl fiel auf die Tour „Durch den Hornberger Stadtwald“. Bei dem unscheinbaren Namen erwartet man eigentlich nicht viel, aber es geht hier tatsächlich auf einen Berg stetig nach oben. Und das auf wunderschönsten Singletrails. Dazu quasi alleine…ein Traum. Oben angelangt erwartete uns dazu noch ein gigantischer Ausblick ❤ Und kurz bevor das nächste Gewitter anfing waren wir pünktlich zurück am Auto. Diese Tour bildete den perfekten Abschluss für eine traumhafte Woche im Schwarzwald.

„Fühlst du dich nicht einsam?“

Immer wieder fragen mich Bekannte oder auch Fremde, beispielweise auf dem Campingplatz, ganz perplex, ob ich denn wirklich alleine in den Urlaub fahre. Ja, das tue ich und ab und zu mache ich das wirklich richtig gerne. Dieses Mal war es zwar nicht geplant, aber so kurzfristig konnten weder Freund, Freundin oder Familie mitkommen. Aber tatsächlich fand ich das überhaupt nicht schlimm. Mir hat es einmal wieder sehr gut getan. Es ist einfach auch mal schön überhaupt keine Verpflichtungen zu haben und keine Absprachen machen zu müssen. Ich kann das machen, worauf ich Lust habe. Abgesehen davon, wirklich alleine bin ich ja nie 😉 Die Hunde sind ja immer an meiner Seite. Und so konnte ich den Urlaub nutzen um ihnen meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Ich habe die Ruhe wirklich sehr genossen…einfach mal beim Frühstück die Seele baumeln lassen, den Wald und die Hunde betrachten und zwischendrin tatsächlich auch einfach einmal NICHTS tun. Das tut wahnsinnig gut 😉 Wer sich davor bisher gescheut hat: Einfach einmal ausprobieren. Ein paar Tage allein tun jedem einmal gut 🙂

Bei Regen gemeinsam unter die Markise kuscheln
Bei Regen gemeinsam unter die Markise kuscheln ❤

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