Unsere erste Trekkingtour: Der Urdonautalsteig

Einfach draußen sein und dann noch die Hunde und tolle Menschen dabei haben. Etwas Schöneres kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Da bietet sich eine Trekkingtour einfach an! Schon seit längerem wollte ich unbedingt eine richtige Mehrtagestour machen. Vor allem stehen so einige Fernwanderwege auf meiner Wunschliste. Das ich Campen liebe weiß ich, aber komplett draußen schlafen und nur aus dem Rucksack leben, das ist dann doch noch einmal etwas anderes. Ich dachte schon, dass es genau mein Ding ist, aber so sicher sein kann man sich ja doch irgendwie nicht. Außerdem gibt es einiges an Equipment zu testen. Von daher hatte ich den Plan mit meinen „Wandermädels“ irgendwo in der näheren Umgebung eine Wochenendtour zu machen. Als Test quasi. Wenn es uns gefällt können wir uns auf längere Touren stürzen. Außerdem hatte ich so die Gelegenheit, dass auch Mila so etwas einmal erleben darf. Zum Glück kenne ich so tolle Hundemädels, die genauso outdoorbegeistert sind wie ich! Deswegen wollten sich Petra mit ihren beiden Mädels Ronja und Lilly, sowie Joana und  ihre Bounty mit ins Abenteuer stürzen.

Die Planung

Ursprünglich hatten wir uns für Juni eine andere Tour überlegt. Doch kurz vor unserem Trip bin ich zufällig auf den Urdonautalsteig gestoßen. Ein 60 km Rundweg in 5 Etappen und das im Altmühltal. Da musste ich nicht lange überlegen. Das hörte sich genau nach der richtigen Tour für uns an. 60 km waren von Freitagnachmittag bis einschließlich Sonntag auch gut machbar. Da Mila aufgrund ihrer OP im Dezember ´17 wegen ihrer ED keine extremen Touren mehr gehen kann, wollte ich es gemütlich angehen lassen. Trotzdem hielt ich mir die Möglichkeit offen, dass uns notfalls jemand abholen kommt, sollte etwas sein. Man weiß ja nie.

Schon die letzten Monate habe ich viel gelesen, in Foren gestöbert, YouTube durchforstet und mir alles zusammen geschrieben was ich für unsere erste Trekkingtour benötige. Mir fehlte auch noch einiges an Equipment, z.B. ein Tarp, Schlafsack, Trekkingrucksack usw.  Nach und nach hatte ich aber alles zusammen und war bereit für unser Wochenende.

Richtig Packen will gelernt sein

Ganz wichtig für mich war natürlich auch eine richtige Packliste. Packen ist so gar nicht meins und meistens hab ich einfach zu viel dabei um für alle Fälle gerüstet zu sein 😀 Ist man mit dem Auto unterwegs, ist das ja kein Problem. Aber mit dem Rucksack zählt eben jedes Gramm und so wollte ich mich dieses Mal zusammenreißen und wirklich nur das Nötigste mitnehmen. Wenn man aber noch drei Hunde dabei hat ist das gar nicht so einfach…

Hier könnt ihr sehen was ich so alles eingepackt habe:

Bei allen Dingen habe ich natürlich darauf geachtet, möglichst kleine Verpackungen zu verwenden. Auch bei meinen Klamotten habe ich nur das Nötigste dabei gehabt. Für das Trekking habe ich mir beispielsweise extra zwei Oberteile aus Merinowolle besorgt. Ich wollte es einfach mal testen und ich kann wirklich behaupten, es funktioniert! Da das natürliche Material geruchshemmend wirkt, konnte ich  3 Tage in ein und demselben T-Shirt rumlaufen und das ohne unangenehmen Nebeneffekt 😉 Das hat sich also wirklich gelohnt, denn so spart man sich Wechselklamotten. Die Shirts trocknen übrigens auch sehr schnell, man kann sie also auch super waschen und kurz aufhängen, sollte man einmal länger unterwegs sein.

Ein super Tipp aus dem Internet sind übrigens Plastiktüten mit Zipp! Damit lässt sich wunderbar Ordnung im Rucksack schaffen. Außerdem sind sie leicht und durchsichtig. Also perfekt geeignet! So fliegen die Kleinteile nicht umher und man muss nicht lange suchen.

Da ich schnell bemerkt habe, das mein Deuter Futura Pro 34 SL nicht ausreichen wird, musste auch noch ein neuer Rucksack her. Es sollte auf jeden Fall wieder ein Deuter sein. Ich bin einfach super zufrieden damit. Entschieden habe ich mich dann für den Deuter ACT Lite 45 + 10 SL. Diese Größe sollte auf jeden Fall für eine Mehrtagestour ausreichen. Im Nachhinein kann ich auch wirklich nur von dem Rucksack schwärmen. Er lässt sich super packen und ist wirklich angenehm zu tragen.

Inklusive Wasser hatte mein Rucksack dann doch irgendwas um die 14 kg. Puh ganz schön schwer…. Aber noch mehr weglassen konnte ich nicht und ich würde unterwegs schon sehen, was ich in Zukunft weglassen kann oder was doch gefehlt hat. Dafür war das Testwochenende schließlich gedacht.

Der Hund als Packesel?

Da ich eh schon genug zu schleppen hatte, sollte auch mindestens einer der Hunde etwas Gepäck tragen dürfen. Mila darf aus gesundheitlichen Gründen nicht und Joy ist schon mit Ziehen beschäftigt, also fiel die Wahl auf Jumper. Wenn ich mit den Mädels unterwegs bin (die beide ziehen) läuft er eh am liebsten nebenher. Von daher durfte er ruhig noch einen Job bekommen. Die besten Packtaschen auf dem Markt kommen wohl von Ruffwear. Ich liebe ihre Produkte einfach! So zogen bei uns vor ein paar Wochen die Ruffwear Approach Pack Hundepacktaschen in der süßen Größe XS ein 😀

Natürlich sollte man nicht von jetzt auf gleich den Hund voll beladen, sondern ihn langsam an die neue Aufgabe und das ungewohnte Gewicht gewöhnen! Jumper trägt im Alltag immer das Webmaster Geschirr von Ruffwear (welches bei den Packtaschen als Basis dient). Von daher war das Geschirr für ihn nichts Neues. Er sollte sich jedoch an die neuen Maße gewöhnen. Dazu habe ich zuerst die Packtaschen mit etwas Leichtem (Zeitungspapier, Schals etc.) ausgestopft und auf den täglichen Gassigängen angezogen. Jumper hat sehr schnell kapiert, dass er nun etwas breiter ist als sonst. Schritt für Schritt habe ich dann mehr Gewicht in die Taschen gepackt. Man sollte allerdings darauf achten, dass der Hund nie mehr als max. 25% seines eigenen Körpergewichts trägt!

Interessanterweise fand Jumpy seine Packtaschen von Anfang an richtig toll und lief ganz stolz damit durch die Gegend. Ich glaube ihm gefällt sein neuer „Job“ 🙂

Trotz der kleinen Größe passt in die Packtaschen so einiges rein! In Jumpers Rucksack habe ich tatsächlich das gesamte Futter für 3 Hunde und 3 Tage inkl. Trockenfleisch und Power Goodies gepackt, sowie Kotbeutel, eine Leine, Booties, Zeckenzange, eine kleine Fleecedecke und zwei Faltnäpfe! Ich war selbst überrascht über das kleine Raumwunder. Sein „Rucksack“ hatte dann knapp 1,7 kg.

Für Joy sollen demnächst noch die Ruffwear Palisades Pack Hundepacktaschen einziehen. Diese haben einen entscheidenden Vorteil: Die Packtaschen lassen sich ganz einfach vom Geschirr trennen, so kann das (integrierte) Webmaster Geschirr auch einzeln genutzt werden. Die Hunde von Joana und Petra waren schon voll ausgestattet und so hatten wir auf der Tour vier Hunde mit Packtaschen dabei. Die waren ein echter Publikumsmagnet ;DPacktaschen.jpg

Die Packtaschen (und natürlich vieles mehr) bekommt ihr übrigens z.B. bei „Wilder Hund“. Wer im Umkreis von ca. 100 km um Bad Tölz wohnt kann sogar die kostenlose Kaufberatung in Anspruch nehmen und die Geschirre bei sich zu Hause probieren! Ein wirklich toller Service. Netterweise habe ich für euch einen eigenen Gutscheincode bekommen. Wer bei seiner Bestellung den Code WANPFOET  verwendet, erhält 5€ Rabatt auf seine Bestellung. Vielen Dank für diesen Code an Wilder Hund 🙂

(Die Packtaschen habe ich übrigens selbst gekauft, ich bin von ihnen einfach durch und durch überzeugt. Sonst würde ich sie nicht weiterempfehlen 😉 )

Los geht´s

Nach stundenlangem Rucksack packen am Donnerstag Abend (bis ich endlich zufrieden war) ging es Freitagnachmittag endlich los! Am Ausgangsort in Dollnstein fanden wir einen schönen Parkplatz für unsere Autos. Der Plan für Freitag war, die erste Etappe von Dollnstein nach Wellheim zu schaffen, bzw. kurz vor Wellheim im Wald einen Schlafplatz zu finden. Die knapp 16 km sollten machbar sein. Diese erste Etappe ist wirklich wunderschön und führt eigentlich fast durchweg auf schmalen Pfaden durch das wunderschöne Urdonautal. Der Weg ist wirklich sehr gut beschildert. Man muss sich nur an die rotweiße Markierung halten. Recht schnell merkten wir allerdings das bisher ungewohnte Rucksackgewicht. Vor allem an Aufstiegen 😀 Also waren wir dann doch etwas langsamer als sonst unterwegs. Macht aber nichts, wir hatten ja Zeit und das Wetter war unerwartet schön.

Die erste Nacht im Freien

Die ersten Kilometer gingen dahin und als wir den Wald kurz vor Wellheim erreichten war es an der Zeit einen Schlafplatz zu suchen. Denn es wurde langsam dunkler und wir mussten ja schließlich noch unser Lager aufbauen. Zum Glück befanden wir uns gerade in einem schönen Laubwald. Der verspricht einen schön weichen Laubboden 🙂

Joana und Bounty liefen ein Stück vor und schauten sich ein paar Stellen an, bis sie eine wunderbare Ecke fanden, die durch einige Felsen rundherum wie gemacht für uns war. Die Fläche war auch annähernd eben, schön geschützt und abseits des Weges. Wir bauten nun alle unsere Tarps auf. Währenddessen konnte auch das BALF für die Hunde einweichen (BALF ist Trocken-„BARF“ von Meißmer, perfekt für unterwegs, da schön leicht). Ich hatte mir bei Decathlon das Ultralight Tarp besorgt. Da ich mit meinem Wurfzelt von Decathlon schon so zufrieden bin, dachte ich, mit dem Tarp (TARP TREK 900 ULTRALIGHT) kann ich auch nichts falsch machen. Mit insgesamt 635 g (inkl. Heringen und Seilen) und einem wirklich kleinen Packmaß ist es einfach perfekt zum Trekking. Und das Beste: In der Mitte des Tarps befindet sich eine Lasche für einen Wanderstock, der sich festzurren lässt. Damit lässt sich das Tarp als Zeltvariante wirklich kinderleicht aufbauen. Und es hält bombenfest. Was mit Hunden nicht ganz unwichtig ist 😉

Nachdem die Nachtlager aufgebaut waren, hatten wir gerade noch genug Zeit um uns etwas Schönes zu kochen. Es gab Nudeln mit Pesto 🙂 Danach noch ein wenig gequatscht und den morgigen Tag grob geplant und dann ging es auch schon ab in den Schlafsack. Ich hatte mir übrigens den Marmot Trestles Elite 30 für Frauen gekauft. Ich habe viel rumgesucht, mich umgehört und beraten lassen und letztendliche fiel auf Grund des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses meine Wahl auf diesen Schlafsack. Mit einer Komforttemperatur von um die -1 Grad sollte er nicht nur für dieses Wochenende, sondern auch für künftige Touren in den Bergen geeignet sein. Und ich muss sagen, nach diesem Wochenende bin ich tatsächlich richtig begeistert! In der Nacht hatte es nur um die 5 Grad, aber im Tarp lag ich mit offenen Schlafsack da. Es könnte also definitiv noch kühler werden.

Die erste Nacht war dann doch eher weniger an Schlaf zu denken 😀 Ich fand es gleich richtig gemütlich, doch für die Hunde waren die neuen Geräusche nachts im Wald dann doch noch etwas ungewohnt. Und wenn ein Hund anschlägt, machen meist eben alle mit. Wir hatten mitten in der Nacht aber tatsächlich auch einen wirklich hartnäckigen Fuchs in der Gegend, der uns durch seine sehr lauten Rufe alle wach hielt. Aber irgendwann schliefen wir dann doch noch ein. Ein bisschen Schlaf bekamen wir also wenigstens. Mila hat es natürlich doch noch geschafft sich in meinen Schlafsack zu kuscheln…naja auch nicht schlecht so eine kleine Wärmflasche…

Morgens ging es dann ans Zusammenpacken und Frühstück machen. Für uns und die Hunde. Wir hatten einen leckeren Frühstücksbrei von DM dabei. Den braucht man nur mit heißem Wasser anrühren. Dazu Banane (und bei den Mädels Fruchtzwerge ;D ) und man bekommt ein schön reichhaltiges Frühstück. Ich liebe meinen Brei 😀

Übrigens ganz wichtig: Mit dem Wildcampen ist es in Deutschland so eine Sache….eine sehr informative Seite zum Thema gibt es *hier*. Aus diesem Grund gibt es einige wichtige Dinge, die man beachten sollte (und die eigentlich selbstverständlich sein sollten). Absolutes Tabu ist ein offenes Feuer! Außerdem sollte man natürlich Rücksicht auf die Bewohner des Waldes nehmen. Also nicht bei einem Wildwechsel schlafen und sich generell ruhig und unauffällig verhalten. Zudem sollte der Platz danach so aussehen, als wäre man nicht da gewesen. Und das heißt auch Müll mitnehmen!! Wenn  man diese und einige weitere Dinge beachtet ist es aber auf jeden Fall ein einmaliges Erlebnis und absolut mein Ding 🙂

Planung ist manchmal eben doch alles

Unser erstes Ziel für Samstag war Wellheim (das Ziel der ersten Etappe). Hier wollten wir erst einmal unsere Wasservorräte auffüllen. Wir wurden tatsächlich auch an einem richtig sauberen Fluss fündig. Puhhh…da sind die Rucksäcke gleich wieder viel schwerer…

Frisch versorgt machten wir uns auf den Weg nach Rennertshofen. Nach einem Anstieg erwartete uns über Wellheim ein toller Ausblick. Weiter ging es durch den Wald und über Felder. Bei einer kurzen Pause kurz vor Mittag (wir hatten schon Hunger), fiel uns dann jedoch tatsächlich auf, dass der Urdonautalsteig länger als die eigentlich angegebenen 60 km ist! Denn die erste Etappe (Dollnstein-Wellheim) muss zweimal gegangen werden, wenn man wieder an den Ausgangspunkt in Dollnstein gelangen will. Was nun einmal der Fall ist wenn man dort sein Auto parkt! Interessanterweise ist das keinem von uns aufgefallen…So wurden aus den geplanten 60 km eben 76 km. Das schmiss allerdings unseren gesamten Plan durcheinander. Zumindest, weil wir es erst Samstag Mittag bemerkten. Bis zum Abend wollten wir deshalb unbedingt in Bergen (Ziel der 4. Etappe) ankommen um Sonntag noch heim zu kommen.

Wir hatten in diesem Moment aber erst einmal Hunger, also ging es weiter nach Rennertshofen, in der Hoffnung dort eine Gaststätte zu finden. Auf dem Weg dorthin ging es über wirklich tolle Wege. An den Weinberghöhlen kamen wir auch vorbei.

In Rennertshofen fanden wir dann leider nicht einmal eine offene Gaststätte…die fehlende Internetverbingung (bei 3 verschiedenen Anbietern) war auch nicht gerade hilfreich… Grundsätzlich kamen wir uns am Wochenende tatsächlich ziemlich abseits der Zivilisation vor. Denn Menschen sahen wir sehr selten.

In einem Hinterhof fanden wir dann aber wenigstens ein kleines Lokal wo wir etwas Kühles trinken konnten. Und netterweise waren die Inhaber sehr sehr nett und hilfsbereit. Denn in unserem derzeitigen Zustand wussten wir, dass wir heute Bergen nicht mehr erreichen konnten. Also halfen sie uns eine kleine Abkürzung zu finden und gaben uns sogar eine kleine Karte mit auf den Weg. Auf diese Weise konnten wir uns schätzungsweise um die 3-5 km sparen. Zwischendrin kamen wir dann noch an einem Trinkwasserbrunnen vorbei, sodass unsere Wasservorräte für die Nacht und den Morgen immerhin gesichert waren. Gegen Abend  kamen wir dann tatsächlich noch kurz vor Bergen im Wald an.

Hier fanden wir glücklicherweise wieder ein lauschiges Plätzchen auf weichem Laubboden. Diesmal sogar noch wesentlich ebener. Schnell waren unsere Tarps aufgebaut. Von Mal zu Mal geht es schneller und besser. Samstagabend gab es ein leckeres Bulgurgericht und wir waren im Anschluss alle satt und zufrieden. Am nächsten Morgen wollten wir aber auf jeden Fall früher aufstehen, denn uns standen bis zum Auto noch um die 30 km bevor. Ich zweifelte schon etwas wegen Mila, wollte den Tag aber einfach auf mich zukommen lassen.

In der zweiten Nacht waren die Hunde dann schon viel entspannter und wahrscheinlich auch noch müder. Denn bis auf 1-2 Rehe, die uns aufschreckten, hatten wir eine wirklich ruhige Nacht. Ich glaube ich habe selten so gut geschlafen. Dazu konnten wir abends noch die Glühwürmchen zwischen unseren Tarps beobachten. Es war einfach traumhaft. Zwischendrin regnete es sogar ein paar Mal, aber durch das Blätterdach un die Tarps waren wir alle wunderbar geschützt. Mila diente wieder einmal als Wärmflasche in meinem Schlafsack. 🙂 Am Morgen wachte ich richtig erholt und glücklich auf. Ans draußen schlafen kann ich mich definitiv gewöhnen!

Nach dem Zusammenpacken und Frühstücken gingen sowohl wir, als auch die Hunde sehr motiviert los. Der Morgen begrüßte uns sogar mit strahlendem Sonnenschein!

Bis Mittag setzten wir uns ein Tagesziel: Die Etappe 5, also von Bergen wieder zurück nach Wellheim. Die knapp 15 km schafften wir bis Mittag auch sehr gut, da wir flott voran kamen. Gegen Mittag machten sich dann aber Füße, Rücken usw. bemerkbar, Hunger hatten wir auch, also machten wir in Wellheim an einem Fluss unsere geplante große Pause. Ich packte den Gaskocher aus und wir kochten uns ein schönes Mittagessen. Im Anschluss gönnten wir uns noch ein kleines Mittagsschläfchen.

Einmal abholen bitte

Nach der Mittagspause stand uns noch die erste Etappe zurück nach Dollnstein zum Auto bevor. Knapp 16 km…Ein paar km machten wir noch...

Ich war wieder richtig motiviert, aber nach ein paar km wurden dann doch alle müder und ich merkte, dass Mila nicht mehr zügig gehen wollte. Und irgendwann wollte sie nicht mehr weiter gehen, sondern Pause machen. Da wusste ich, dass wir die letzten km nicht mehr schaffen würden. Da ich so eine Situation im Hinterkopf hatte, entschied ich mich und die Hunde abholen zu lassen. Zum Glück passte meine Mama daheim sowieso auf unser Haus auf und versorgte die Katzen. Und so konnte sie mich Sonntag-Nachmittag abholen. Zu mir nach Hause ist es auch nur 1 Stunde Fahrt. Ich suchte mir ein Plätzchen am Straßenrand und verabschiedete mich von Petra und Joana, die immerhin noch ein paar km vor sich hatten. Auf dem Weg zu unserem Rastplatz machte Mila schon wieder Faxen. Im Endeffekt war sie sicher einfach müde wie wir alle, nur dass sie es eben deutlicher zeigt. Meine kleine Prinzessin eben 😀 Aber ich wollte definitiv bei ihr kein Risiko eingehen, ihre Gesundheit geht vor! Und ich bin froh, dass sie mittlerweile ihre Grenzen anzeigt. Das wäre vor einem Jahr noch nicht so gewesen…Die erste Etappe kannten wir ja schon, wir verpassten also sowieso nicht viel. Und die ursprünglich geplanten 60 km hatten wir sowieso schon erreicht. Wäre unser ursprüngliche Plan also richtig gewesen, hätten wir es ohne Probleme geschafft. Aber im Endeffekt hat so alles gut funktioniert und wir fuhren eben die letzten Kilometer im „Hundetaxi“ zum Auto 😀

Fazit

Bis auf unsere kleine „Planungspanne“ war es wirklich ein einmaliges Erlebnis! Vielen Dank an die Mädels für das wunderschöne Wochenende! Wir haben nochmal einiges dazugelernt und sobald unsere kleinen Blessuren überstanden sind, können wir unsere nächsten Abenteuer planen. Denn das war definitiv nicht unsere letzte Trekkingtour!

Die gesamte Beschreibung des Urdonautalsteigs, die einzelnen Etappen, die Karten usw. gibt es übrigens *hier*.

Natürlich habe ich auch noch ein tolles Video für euch 🙂

Viel Spaß beim Anschauen!

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Ein Kommentar zu „Unsere erste Trekkingtour: Der Urdonautalsteig

  1. Toll! Danke, liebe Jenny, für den ausführlichen Bericht und ich freue mich so für Dich, dass Du das „draussen schlafen“ für Dich entdeckt hast. Und ich habe das „Abholen“ genutzt und mir auch noch die Burg in Dollnstein angeschaut….möchte auf jeden Fall dort auch mal wandern, wunderbare Landschaft! Viel Erfolg und Spaß bei Deinen weiteren Touren wünscht Deine Mama 🙂

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