Heimgarten und Herzogstand via schönem Grat

Traumtour am Walchensee mit 1.200 hm

Anfang Juli wollten Petra und ich noch eine schöne Trainings-Tour für unser erstes Dogtrekking (Karwendel Dogtrekking) machen. Für die Tour beim Dogtrekking waren (ursprünglich) 1.200 hm ausgeschrieben. Also habe ich mich auf die Suche nach einer geeigneten Tour gemacht. Entschieden habe ich mich für die Tour zum Heimgarten und Herzogstand am Walchensee mit 1.200 hm. Das sollte die ideale Vorbereitung sein 🙂

Die Tour bieten einen wirklich traumhaften Ausblick und eine wunderschöne Gratwanderung vom Heimgarten zu Herzogstand. Aufgrund der Höhenmeter und der Länge der Tour sollten Hund und Mensch eine gute Ausdauer haben. Beide sollten grundsätzlich trittsicher und schwindelfrei sein.

Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz an der Talstation der Herzogstandbahn in Walchensee.

Da wir morgens zuerst noch die Hunde in Petras Auto quetschen mussten ( 😀 ) und dann auch noch im Stau standen, kamen wir erst um 10 Uhr vom Parkplatz los. Das Wetter war ziemlich wechselhaft angesagt. Es war morgens noch sehr bedeckt, aber immerhin trocken 🙂 Also ging es für Petra und mich zusammen mit unseren Hunden Jumper, Mila und Lilly los.

Wenn man am hinteren Parkplatz steht und die Herzogstandbahn vor sich hat, geht es nach links, den Schildern Richtung Heimgarten und Herzogstand folgend. Hier geht es zuerst durch den Wald immer geradeaus einem Fluss entlang. An einer kleinen „Kreuzung“ folgen wir wieder dem Schild Richtung Heimgarten. Grundsätzlich ist diese Tour wirklich gut beschildert und es gibt keinerlei Probleme den richtigen Weg zu finden.

Der Weg wird vom Forstweg zum Steig. Bald kommen auch einige Stufen hinzu. Recht schnell wird der Weg auch ziemlich steil und geht in Serpentinen den Berg hinauf. Hier merkt man schnell, woher die Höhenmeter der Tour kommen. Da es bei uns auch noch sehr schwül war, kamen wir schnell an unsere Belastungsgrenze. Wie gut, dass wir unsere Hunde als Motivation dabei hatten 😀 Trotz der Anstrengung  wird man aber immer wieder durch einen traumhaften Blick auf den Walchensee entlohnt. Das Türkisblau des Wassers ist einfach Wahnsinn! Wenn es nicht gerade so wolkig und nebelig wie an unserem Tag ist, ist der Ausblick wahrscheinlich noch genialer. Bis auf den Weg und den Walchensee haben wir beim ersten Aufstieg nämlich nichts gesehen. Mehr als ein paar wenige Meter Sicht waren an diesem Tag nicht drin. Aber auch der Nebel auf unserer Tour hatte etwas wunderschönes und mystisches.

Nach einiger Zeit und einigen Höhenmetern geht es raus aus dem Wald und leicht bergab auf eine Alm zu. Hier sieht man rechterhand jetzt auch gleich, was es auf dieser Tour noch zu bewältigen gibt. Links blickt man auf den Heimgarten, mittig auf den schönen Grat und rechts auf den Herzogstand (nicht auf das Gipfelkreuz, aber auf den Gipfelpavillion). Aber keine Panik! Es ist zu schaffen und gar nicht so schlimm wie es aussieht 😀

Hier im Video auch noch einmal schön zu sehen 😀

+++ Mit Ton anschauen +++ 😉

Nachdem man kurz bergab gegangen ist, stößt man auf eine Alm. Hier muss zumindest im Sommer eine Kuhherde überwunden werden. Bei uns standen die natürlich genau vorm Eingang des Weidezauns. Naja, immerhin waren keine Kälber dabei und auch keine Jungtiere. So haben wir es unbeschadet überstanden. Jetzt geht es gleich wieder durch den Wald bergauf, immer Richtung Gipfel des Heimgartens.

Weiter oben angekommen, geht aus dem Wald heraus und wir bekommen einen tollen Ausblick. Hier kam auch bei uns endlich einmal die Sonne heraus. Kurz vor dem Heimgarten erblickt man zuerst die dazugehörige bewirtschaftete Hütte. An dieser muss man ein Stück vorbei gehen, bis einen der Weg nach rechts zum Gipfelkreuz führt.

Da wir schon einiges geschafft hatten und es an der Zeit war, haben wir uns hier unsere große Pause gegönnt. Zumindest auf die Seite des Kochelsees gab es einen schönen Ausblick. Der Rest lag immer noch in Nebel oder Wolken…

Nach der Pause ging es erholt weiter. Der Wegweiser führt uns hier nach rechts Richtung HerzogstandBergstation. Ab hier ist der Weg über den Grat schwarz markiert. Es ist eben ein Gratweg und teilweise drahtseilversichert. Sofern man schwindelfrei und trittsicher ist, ist der Weg aber kein Problem für Mensch und Hund und wirklich schön zu gehen. Wenn das Wetter mitspielt hat man hier mit Sicherheit einen gigantischen Ausblick. Am Anfang des Grats geht es erst einmal bergab.

Nach einiger Zeit wird es wieder ebener und man sieht den Grat, der noch vor einem liegt und im Hintergrund den Herzogstand. Auf dem Gratweg gibt es immer wieder ein paar schöne Kletterpassagen und wunderschöne Ausblicke. Ganz nach unserem Geschmack 🙂

Während wir davor so gut wie keiner Menschenseele begegnet sind, wird es auf dem Grat teilweise voller. Das liegt an der Herzogstand-Bahn. Sehr viele lassen sich lieber den Berg nach oben fahren und gehen dann nur den Grat entlang…..naja wem´s gefällt 😀

Am Ende des Grates sehen wir den Gipfelpavillion des Herzogstandes (das Gripfelkreuz liegt etwas unterhalb und ist deshalb hier noch nicht zu sehen). An dieser Stelle geht es jetzt noch einmal bergauf.

Am Gipfelpavillion kann man nochmals sehr schön Pause bei einem wunderschönen Ausblick machen.

Um dann zum Gipfelkreuz des Herzogstandes zu kommen, folgt man einfach den Schildern. Über schmale Wege geht es erst ein Stück bergab und dann hoch zum Gipfel. Der Gipfel des Herzogstandes auf 1.731 m bietet einen wunderschönen Rundumblick!

Ab jetzt geht es nur noch bergab, zurück zu unserem Ausgangspunkt. Als nächstes Ziel hat man das Berggasthaus Herzogstand im Blick. Auf dem Weg dorthin liegt rechterhand nochmals ein kleiner Gipfel. Wer Lust hat, kann also auch noch einen 3. Gipfel auf dieser Tour erklimmen. Wir begnügten uns mit den anderen beiden 🙂 Hat man die Hütte erreicht, findet man hinter dem Gasthaus einen kleinen Weg, der nach rechts Richtung Walchensee weist. Hier beginnt nun der Abstieg zurück zum Parkplatz. Das Schöne daran: Fast alle nehmen die Bergbahn nach unten, sodass man ab hier wieder alleine ist 🙂 Und der Abstieg lohnt sich wirklich. Denn es ist ein wunderschöner Weg durch den Wald.

Gegen Abend kamen wir um 18 Uhr wieder am Parkplatz an. Wir waren also fast den ganzen Tag unterwegs. Inklusive Pausen ziemlich genau 8 Stunden. Es war eine wunderschöne und sehr abwechslungsreiche Tagestour! Beim nächsten Mal haben wir hoffentlich strahlenden Sonnenschein um den Ausblick in vollen Zügen genießen zu können 🙂

Hier findet ihr noch das passende Video zu unserer Tour:

Auf BergtourOnline.de findet ihr die Tourenbschreibung inkl. passendem GPS-Track: *KLICK*

Foto 23.07.17, 19 32 17

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2 Kommentare zu „Heimgarten und Herzogstand via schönem Grat

  1. Danke für den Beitrag! Die Route müssen wir auch mal gehen, sieht toll aus! Waren letzes Jahr schon mal am Walchensee, aber da war Lenni erst ein halbes Jahr alt. Viel Wandern war da nicht. 😦 Finde aber, der Aufstieg sieht vom Parkplatz aus ziemlich „krass“ aus 😀 Hut ab!

    Viele Grüße von Lenni & Anna! 🙂

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    1. Sehr gerne! Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt! 🙂
      Die Tour ist wirklich vom Weg und von der Aussicht her ein Traum. Es sind halt ein paar Höhenmeter und man kommt ziemlich schnell ins Schwitzen ( 😀 ), aber wenn man ein bisschen Kondition und Ausdauer hat absolut machbar.

      Liebe Grüße und viel Spaß auf euren Touren!
      Jenny und die Wanderpfötchen 🙂

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