Wandern im Elbsandsteingebirge Tag 1&2

Im Juni 2017 war es endlich soweit: Wir fahren ins Elbsandsteingebirge zum Wandern! Ich war dieses Jahr schon ganz traurig, dass ich mich nicht mehr zum Elbsandsteindogtrekking anmelden konnte. Ich hatte schon so viele gigantische Bilder gesehen und Berichte gelesen, dass ich dort unbedingt hin wollte. Im Juni ergab sich glücklicherweise zeittechnisch die Gelegenheit und außerdem wollte ich vorm Karwendel-Dogtrekking sowieso noch das neue Zelt testen. Also Campingsachen und Hunde eingepackt und schon ging es am 12.06.2017 auf in die Sächsische Schweiz. 2018 findet natürlich wieder das Elbsandsteindogtrekking statt, aber erstens muss die Anmeldung auch erst einmal klappen und zweitens wollte ich nicht so lange warten 😀 Außerdem wollte ich auch erst einmal sehen, wie meine Hunde dort überhaupt so klar kommen. Wie einige vielleicht schon gesehen oder gehört haben, ist die Sächsische Schweiz bekannt für ihre speziellen Steiganlagen, die sogenannten Stiegen. So finden sich überall auf den Wegen immer wieder Gittertreppen und -brücken, Holz- oder Eisenleitern oder sogar in Felsen geschlagene Eisenklammern. Genau das „Richtige“ für meinen Jumper, der sonst panische Angst vor jeglichen Brücken oder Gittern hat. Aus diesem Grund wollte ich vor allem Jumper behutsam an die Thematik heran führen. Um die Wege der Touren gut einschätzen zu können, habe ich mir das Rother Wanderbuch „Wandern mit Hund im Elbsandsteingebirge“ von Franziska Rößner besorgt. Ich kann es wirklich sehr empfehlen, da es in verschiedene Schwierigkeitsgrade für Mensch und Hund eingeteilt ist. Alle kniffeligen Stellen sind genauestens beschrieben, so kann man sich überlegen ob die jeweilige Tour für den eigenen Hund machbar ist oder nicht. Hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten und findet die passenden Touren.

Nun hatte ich mir dieses Jahr extra für die gemeldeten Dogtrekkings ein neues Zelt besorgt. Das wollte jetzt erst noch einmal getestet werden. Die Hunde waren noch niemals Campen, deswegen wusste ich nicht wie sie reagieren würden. Aber schließlich gibt es ja für alles ein erstes Mal 🙂

Montag ging es also knappe 500 km gen Sächsische Schweiz. Ziel war der Campingplatz Ostrauer Mühle. Wie könnte sich ein Campingplatz auch besser als hundefreundlich darstellen, als wenn er einmal im Jahr Veranstaltungsort eines Dogtrekkings ist? 🙂

Foto 12.06.17, 14 44 19
Schon vor der Ankunft in Bad Schandau haben sich die ersten imposanten Sandsteinfelsen blicken lassen.

Eine bessere Wahl hätte ich gar nicht treffen können, denn der kleine Campingplatz liegt inmitten des wunderschönen Kirnitzschtals völlig weit ab vom Schuss. Ein wahrer Traum. Zu unserer Freude durften wir uns den Stellplatz auch noch selbst aussuchen. Nun ging es erst einmal ans Aufbauen. Danach hatten wir uns eine Stärkung im Restaurant des Platzes verdient. Als Veganer natürlich nicht gerade mit großer Auswahl, aber ich habe mich sowieso über meine leckeren Pommes gefreut 😀

Nach dem Essen und der langen Fahrt wollten wir uns natürlich alle noch die Beine vertreten. Das geniale am Campingplatz: Man kann direkt auf den Malerweg losmarschieren! So haben wir gleich am ersten Tag einen Einblick in die wunderschöne und sehr einzigartige Landschaft des Elbsandsteingebirges bekommen. Tolle Wege, einsame Pfade und immer wieder zeigt sich ein beeindruckender Sandsteinfelsen.

Am Dienstagmorgen waren wir relativ gut ausgeschlafen. Die Hunde haben sich auf jeden Fall pudelwohl im Zelt gefühlt, Jumper hatte in der ersten Nacht anfangs noch ein paar Mal gewufft, als jemand am Zelt vorbei ging. Als ich ihn aber zu mir in den Schlafsack geholt habe, hat er die ganze Nacht durchgeschlafen 🙂

Unsere erste Tour stand auf dem Plan: „Durch die Schrammsteine“ versprach eine mittelschwere Tour mit einigen besonderen Treppen, aber noch keinen sehr schwierigen Stellen. Genau richtig für den Anfang. Schon gleich zu Beginn zeigte sich die wunderschöne Landschaft des Elbsandsteingebirges. Ich kann mich einfach nicht satt sehen an diesen gigantischen Sandsteinfelsen. Man fühlt sich gleich in eine andere Zeit oder einen anderen Ort versetzt. Wirklich einmal etwas komplett anderes als unsere bayerischen Alpen.

Nach einer schönen Pause ging es auch an ein paar kniffelige Stellen, die die Hunde wirklich tolle gemeistert haben. Sie waren super motiviert und haben mich den ganzen Tag toll unterstützt. Und beiden konnte es beim bergauf klettern gar nicht schnell genug gehen 😉

Wir waren den ganzen Tag unterwegs und es war wirklich die perfekte Tour zum Einstieg. Im bekam das Lachen gar nicht mehr aus dem Gesicht. Für Wanderer ist es wirklich ein wahres Paradies. Es gibt einfach unzählige Wege, schmale Pfade und abwechslungsreiche Singletrails. Ständig ändert sich wieder der Weg oder der Ausblick. Manchmal läuft man auf angenehmen Waldwegen, darauf folgen wieder einige Treppenstufen, es geht rauf dann wieder runter, zwischendrin findet sich eine kleine Kletterpassage. Immer wieder trifft man plötzlich auf einen beeindruckenden Sandsteinfelsen mitten im Wald und kaum hat man einen kleinen Anstieg geschafft findet sich wieder ein wunderschönes Aussichtsplateau welches zum Pausieren und Genießen einlädt.

Die Tour war wirklich sehr abwechslungsreich und spannend. Außerdem war erstaunlich wenig los. Nur selten traf man auf andere Wanderer, was ich wirklich sehr angenehm fand. Ich freute mich nun umso mehr auf die restlichen Tage der Woche. Den Rest des Tages haben wir gemütlich vor unserem Zelt verbracht. Sowohl ich, als auch die Hunde genossen es sichtlich den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein. Und was gibt es Schöneres als sich nach einer langen Tour gemeinsam in den Campingstuhl zu kuscheln und der Sonne beim Untergehen zuzusehen?

Anbei findet ihr noch meine Lieblingsbilder der Tour in der Galerie. Schaut auch mal auf Facebook oder Instagram vorbei. Ich werde dort auch ein paar Videos posten 🙂

Was wir den Rest der Woche in der Sächsischen Schweiz so erlebt haben könnt ihr natürlich bald hier bei Wanderpfötchen lesen 😉

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